Presseberichte 2013

Rückenwind für "Nicht mit mir!"-Kurse in Niederbayern

Seit dem vergangenen Jahr werden in der Region Landshut „Nicht mir mir!“-Kurse von der kommunalen Jugendarbeit der Jugendämter des Landkreises und der Stadt Landshut empfohlen und gefördert.

Die Jugendpfleger des Landkreises und der Stadt, Pia Simmet und Matthias Nowack, wurden durch Kurse, die vom Further „Nicht mit mir!“-Team bereits an vielen Schulen in der Region durchgeführt wurden, auf das Angebot aufmerksam. Nachdem sich die beiden Jugendpfleger von der Qualität der Kursinhalte und deren Vermittlung bei verschiedenen Elternabenden und Kurseinheiten überzeugen konnten, nahmen sie das Kursangebot in die Broschüre „Präventionsmaßnahmen für Schulen“ auf. Diese Kataloge wurden durch die Kommunale Jugendarbeit des Stadtjugendamtes Landshut erarbeitet und an Schulen und Institutionen mit Schulbezug verteilt. In der Broschüre heißt es u.a.: „Hier sind nur Anbieter aufgelistet die durch die Kommunale Jugendarbeit empfohlen werden können. Bezuschusst werden grundsätzlich nur Maßnahmen, die in diesem Katalog gelistet sind.“  Die kommunale Jugendarbeit beteiligt sich mit bis zur Hälfte der Kursgebühren bzw. Projektkosten. Das „Nicht mit mir!-Projekt ist damit auf Augenhöhe von Kabarettist Eisi Gulp mit seinem Programm „Hackedicht oder was?“, „Klar Sicht“ der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und „Bei uns (doch) nicht“ – Theater zum Thema sexuelle Gewalt, von Zartbitter Köln.

Im Rahmen einer Abschlusseinheit an der Grundschule Kirchberg sagte Pia Simmet sie wünsche sich, dass die Kurse an allen Grundschulen im Landkreis durchgeführt werden würden. Bei dieser Gelegenheit konnte sie sich erneut von der Qualität der Kursinhalte überzeugen und traf auf begeisterte Schülerinnen und Schüler, beeindruckte Eltern und hoch motivierte Lehrer.

In diesem Jahr wird die Kursleiterausbildung für Bayern in Furth im Landkreis Landshut stattfinden. Hierzu wurden die beiden Jugendpfleger eingeladen um die Schwerpunkte der Kursleiterausbildung kennen zu lernen.

Das „Nicht mit mir!“-Angebot ist im Übrigen das einzige empfohlene Präventionsprojekt eines Sportverbandes. Darauf darf das Further Team ein wenig stolz sein, denn davon profitiert ja auch unsere Sportart!

Über alle Projekte und Kurse wurde in der regionalen Presse, im Regionalfernsehen und auf den entsprechenden Internetseiten der Schulen berichtet.

Grundschule Hohenthann

„Nein“ – hallt es durch die Turnhalle der Grundschule Kumhausen. Holzsplitter fliegen durch die Luft. Aber keine Angst, nichts ist passiert, die Schülerinnen und Schüler nehmen an einem Selbstbehauptungskurs teil.

Beim Kinderselbstbehauptungskurs “Nicht mit mir!“  des Deutschen Ju-Jutsu-Verbands geht es um Stimme, Körpersprache und Selbstbewusstsein. Nach 5 Übungseinheiten schlagen die Teilnehmer sogar ein Holzbrett durch – mehr als eine Mutprobe. Mit dem Ampelprinzip hat das Jugendlehrteam ein Konzept entwickelt das speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten ist und von dieser auch verstanden und umgesetzt werden kann. Denn jedes Kind, schon im Kindergartenalter, kennt die Farben der Ampel.

Im grünen Bereich werden präventive Maßnahmen und Verhaltensweisen angewendet. Dabei sollen soziale Kompetenzen ebenso geschult und gestärkt werden wie Deeskalation, Intervention und Streitschlichtung. Im gelben Bereich wird das erworbene Selbstvertrauen eingesetzt. Durch die gestärkte „Ich-Kompetenz“ soll jeder in die Lage versetzt werden Passanten anzusprechen und um Hilfe zu bitten oder Zivilcourage zeigen zu können um anderen zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Der rote Bereich umfasst eine Notfalltechnik aus der Selbstverteidigung – die Tigerkralle. Deren Einsatz stellt die letzte Möglichkeit dar, sich zu wehren. Notwehr ist das letzte einzusetzende Mittel, aber trotzdem sollte jeder wissen, dass er sich wehren darf. Dabei wird auch die Differenzierungsfähigkeit geschult. Es erfolgt eine Trennung zwischen Ernstfall- und Rauftechnik.

Die Vermittlung der einzelnen Techniken und Verhaltensweisen erfolgt spielerisch und ist für die Altersgruppe so leicht erlernbar. Rollenspiele, Lauf- und Schreispiele kommen ebenso zum Einsatz wie Verhaltenstraining und Gruppengespräche.

Im Bereich der Prävention bildet die Thematik „sexuelle Gewalt verhindern“ einen Schwerpunkt. Dabei erfolgt u.a. eine Differenzierung zwischen guten und schlechten Geheimnissen und Gefühlen. Hilfe holen ist kein Petzen!

Die wichtigsten Verbündeten sind neben den Lehrkräften, die bei allen Einheiten anwesend waren, die Eltern. Durch ihre Teilnahme an der Abschlusseinheit sehen sie nicht nur was die Kinder in den vorangegangenen Einheiten gelernt haben, sondern sorgen auch für Nachhaltigkeit. Zu Beginn des Kurses erhalten die Kinder ein Begleitheft, aus dem einerseits die Kursleiter Inhalte abarbeiten, andererseits ist es auch für die Nacharbeit der Eltern mit den Kindern konzipiert. Selbstverständlich werden von den Kursleitern auch Aufbau- und Wiederholungskurse angeboten um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Dem Kurs ist ein Elternabend vorgeschaltet in dem allen Eltern die entsprechenden Informationen und Kursinhalte erläutert werden.

 Die Kursinhalte und die Durchführung der Kurse entsprechen den Qualitätskritierien für Selbstbehauptungskurse des Bayerischen Jugendrings und werden deshalb von der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises gefördert.

Quelle: Grundschule Kumhausen

  • Internationale Jiu-Jitsu Federation
  • Worldgames
  • Deutscher Olympischer Sportbund
  • Interessengemeinschaft Nicht-Olympischer Verbände
  • Deutsche Sportjugend
  • Nationale Anti-Doping-Agentur
  • Bundesministerium des Inneren
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend