Setzt euch Ziele

 | 07.10.2018

Samstag, den 01. September, hatte KSG Arashi e.V. eingeladen zum Landestechniklehrgang mit Peter Schillinsky, 5. Dan Ju-Jutsu, 2. Dan Jiu- Jitsu, zum Thema „Komplexes Grundlagentraining der Wurf-, Schlag- und Tritttechniken“. Genauer gesagt wurden physiologische und gesundheitliche Aspekte im Training, Grundlagen und Prinzipien der Wurf-, Schlag- und Tritttechniken durch unterschiedliches Konditionstrainings näher gebracht. So begann Peter Schillinskys erst einmal mit einer theoretischen Einheit, um anwesende Lizenzinhaber eine Wiederholung der Grundlagen zu geben und den anderen einen Einblick warum und weshalb der Trainer dieses oder jenes macht. Was ist überhaupt Training? Es gibt verschiedene Definitionen, in unterschiedlichen Büchern. „Ganz kurz gesagt, ist Training den Körper aus dem Gleichgewicht(Belastung) bringen und eine Leistungssteigerung oder Erhalt zu erreichen, wobei die Aspekte Regelmäßigkeit, Systematik und Nachhaltigkeit erfüllt sein müssen – ansonsten ist es Üben und kein Training“. Peter Schillinsky meinte auch: „Auf Prüfungen bezogen heißt das, es reicht nicht, wenn ich zweimal die Woche zum Training gehe. Um eine Prüfung zu machen, sollte man zumindest alle zwei Tage trainieren, um Intensität, Sicherheit, Technik und Ausdauer zu erreichen“. Ein weiterer Irrglaube, im allgemeinen Sprachgebrauch, ist der Begriff „Kondition“. Darunter wird neben der Ausdauer auch Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden, die noch weiter unterteilt werden. Im Training sollten alle Bereiche einbezogen werden: Was nützt es Muskelbepackt durch Krafttraining zu sein, dabei aber in der Beweglichkeit eingeschränkt zu sein und Techniken nicht ausführen zu können oder die Prüfung nicht überstanden wird, weil die allgemeine Ausdauer nicht trainiert wurde. Im praktischen Teil des Lehrgangs wurden verschiedenste Übungen aus den Bereichen der Kondition in Verbindung mit unterschiedlichen Trainingsmethoden eingebaut, die als physiologische Grundlage dienen können für Wurf-, Schlag- und Tritttechniken. Nach der allgemeinen Erwärmung der Teilnehmer mittels Seilspringen, wurden sie durch ein Tabata-Protokoll geführt: vier Übungen mit einer Belastungszeit von 20 Sekunden und 10 Sekunden Erholungszeit bei achtmaliger Wiederholung der Übung (Intervalltraining mit lohnender Pause). Anschließend wurden die Teilnehmer in drei Gruppen unterteilt und rotierten zu den verschiedenen Themengebieten. Im Kraftraum wurden klassische Übungen zur Steigerung der Kraft durchgeführt. Ein anderer Bereich waren Übungen zur Beweglichkeit, vor allem für Beintechniken. Und im dritten Themengebiet übten die Teilnehmer u.a. verschiedene Aufgabenstellungen zur Schnellkraft der Beinmuskulatur als Grundlage für Würfe. Abschließend forderte Peter Schillinsky die Teilnehmer mit einer 18-teiligen Kombination aus verschiedenen Atemi- und Ausweichtechniken, die dann noch erweitert werden könnte mit Kräftigungsübungen, um die Intensität zu steigern. Ein wichtigen Aspekt des Training sprach Peter Schillinsky am Ende nochmal an: „Setzt euch Ziele im Sport/Ju-Jutsu“. Wer sich kein Ziel setzt, verliert irgendwann die Motivation und wird nicht mehr zum Training kommen. Dabei können sich Ziele IM Ju-Jutsu gesetzt werden wie Selbstverteidigung, die nächste Graduierung durch eine Prüfung oder sich im Wettkampf zu verbessern. Aber auch Ziele, die DURCH Ju-Jutsu erreicht werden sind möglich. Wenn beispielsweise keine Graduierung durch eine Prüfung mehr erlangt werden kann, kann sich die Zielsetzung vorwiegend auf die soziale Komponente des Trainings oder die Wissensweitergabe beziehen.

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