Danvorbereitungslehrgang Hamburg vom 16.09.2017

Von: Andreas Lehmann | 20.09.2018

Kaum war das Mega Event beendet, die GIs gewaschen und die Tasche neu gepackt, hieß es auch schon wieder: auf zum Training.

Dieses Jahr wie jedes Jahr im Landesleitungszentrum (LLZ) des HJJV.

Los ging es um 10:00 Uhr, was entsprechend an den müden Gesichtern auf dem Parkplatz kurz davor abzulesen war, insbesondere wenn man beim gestrigen Mega Event war.

 

Pünktlich begann Michael Richter (7. Dan Ju-Jutsu, Ehrenpräsident, Teil des Lehrteams) mit dem ersten Teil. Michael war bestens gelaunt und ihm schien das Doppelprogramm am Wochenende nichts anzuhaben. Michael unterrichte die 31 (also nachdem es alle ins Dojo geschafft hatten) Schülerinnen und Schüler wie gewohnt in den Themen Notwehr und Nothilfe.

 

Aber bevor Michael das tat, wärmte er die Gruppe kurz auf, denn leider war das Dojo doch recht fußkalt durch die abgestellte oder nicht funktionstüchtige Heizung.

 

Michael vermittelte die Themen in einem Mix aus Theorie und Praxis, wobei er, wie auch sonst, konkrete Situationen mit seinen Erfahrungen aus seinem Berufsalltag ergänzen konnte.

 

Nach kurzweiligen zwei Stunden verabschiedete sich Michael in sein verdientes Wochenende und zwei weitere, ebenfalls bekannte Gesichter übernahmen den zweiten Teil des Lehrgangs: Jens Keckstein (6. Dan JJ, Präsident Breitensport, Teil des Lehrteams) und Olaf Bertram, (5. Dan JJ, Teil des Lehrteams). Beide waren auch gestern bereits aktiv auf dem Mega Event.

 

Der zweite Teil beschäftigte sich mit den geforderten Techniken zu den bevorstehenden Prüfungen. Wobei die „Lager“ zwischen Kyu- und Dangraden mit 17 Braungurten fast ausgeglichen war. Wie schon von vorherigen Danvorbereitungslehrgängen bekannt, wurden vereinzelte Bausteine der Prüfung partnerweise durchgegangen. Dabei war und ist es nicht Ziel der Referenten diese Techniken zu lehren, dafür gibt es dedizierte Techniklehrgänge, sondern auf die besonderen Details und Schwerpunkte der Prüfer während der Prüfung hinzuweisen. Beispiele dafür sind, bei welchen Bausteinen der Prüfung erfahrungsgemäß Punkte „gesammelt“ werden können und welche Bausteine traditionell dazu neigen, unterbewertet zu werden.

 

Wie leider nicht unüblich, zumindest wenn ich auf meine bisherige Historie solcher Lehrgänge (ich zähle mal die Vorbereitungslehrgänge für Kyugrade mit) zurückblicke, gab es auch Kritik. Diese lässt sich grob in drei Aspekte untergliedern: halbherzige Technikausführung (z.B. lasche Blöcke), falsche Technikausführung (z.B. fehlender Hüfteinsatz) und suboptimale Prüfungsvorbereitung. Wobei mit dem dritten Aspekt nicht die Kombination der erstgenannten Aspekte gemeint ist, sondern zum Beispiel die Tatsache, dass nicht proaktiv vereinsfremde Partner gesucht werden, um sich so auf die Prüfungsbesonderheiten einer Verbandsprüfung vorzubereiten.

 

Am Ende waren wir alle schlauer, die meisten aber auch sichtlich erschöpft, insbesondere jene Schülerinnen und Schüler, die gestern bereits dabei waren. Leider war es auch nicht allen vergönnt, bis zum Ende des Lehrgangs teilzunehmen.

 

In jedem Fall gebührt den Referenten ein dickes Lob dafür, dass sie sich die Zeit am heutigen Sonntag genommen haben, um das Ju-Jutsu-Niveau in Hamburg weiter zu steigern. Insbesondere, da sie gestern alle schon auf dem Mega Event aktiv waren und ihr Wochenende folglich auch ganz unserem fantastischen Sport gewidmet haben.

 

Bis bald auf der Matte,

Andreas

 

P.S.: Ich bitte um gerechte Bestrafung für die fehlenden Bilder und ich gelobe Besserung. =)

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