Neuer Rekord der Kämpfe - German Open 2012

Es ist eben doch nicht alle Jahre wieder dieselbe Routine, denn schon der erste Kampftag der German Open in Hanau überraschte und ging mit einem neuen Rekord zu Ende. Am Profi-Tag starteten 449 Kämpfer im Fighting und Ne Waza und 61 Teams im Duo in sage und schreibe 850 Kämpfen. Der bisherige Rekord stand bei etwa 810 Kämpfen aus dem Jahr 2009. Dementsprechend lange gestaltete sich auch der Tag. Erst nach 22.00 Uhr konnten die letzten Medaillen an die Gewinner gegeben werden.

Von: Sabrina Merseburg | 06.10.2012

16 Länder versammelten sich am ersten Oktoberwochenende in der Augsut-Schärttner-Halle in Hanau, um an der Megaveranstaltung teilzunehmen. Es war das zweite internationale Turnier, neben dem Europa Cup, was in diesem Jahr in Hanau stattfand. Die German Open in Hanau haben sich mittlerweile so etabliert, dass der ausrichtende Verein, die TG Hanau und deren Helfen, ein eingespieltes Team sind und das Wettkampfwochenende ohne Probleme über die Bühne brachten. Genauso geht es dem verantwortlichen Organisationsteam und den Kampfrichtern, die für einen reibungslosen und fehlerfreien Ablauf sorgten. Mehr zu tun hatten in diesem Jahr die Ärzte und Sanitäter, was einen kleinen Schatten auf die Veranstaltung wirft.

Seit einigen Jahren hat sich das WLAN-gestützte Wettkampftool, Ju-Jutsu-Web, gefestigt. Über das eigene Laptop, Smartphone oder das Tablet, lassen sich die Kämpfe online verfolgen. Betreuer, Eltern und auch Sportler wissen dadurch zu jeder Zeit, wann gekämpft wird und welche Platzierung jeder letztendlich erreicht hat.

Am Samstag starteten die Klassen der Senioren und der Jugend U18 und U21 im Fighting und Duo. Im Ne Waza gab es leider nur zwei Wettkampfkategorien, zu denen man sich anmelden konnte. Die Senioren der Damen trugen ihre Kämpfe bis 70 kg aus, bei den Herren waren maximal 85 Kg erlaubt. Dementsprechend gering war auch die Beteiligung.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Newcomer, neben den Senioren kämpfte die Jugend im Fighting und Duo von U10-U18 in den üblichen Gewichtsklassen.

An beiden Tagen lieferten sich die Kämpfer natürlich verbissene aber faire Kämpfe, um den begehrten Titel zu erringen. Klar haben die Profis mehr Erfahrung und vielleicht auch mehr Routine im Umgang mit der Aufregung und der Auseinandersetzung an sich, doch der Nachwuchs steht den Profis nicht mehr in so vielem nach.

Die Medaillenspiegel der beiden Tage machen deutlich, die Nationen, die mit vielen Kämpfern vertreten waren, die räumte auch die meisten Medaillen ab. Unheimlich stark war hier Belgien. Am Sonntag waren sie, nach dem Deutschen Team, am stärksten vertreten. Am Samstag hatte ganz klar Polen, nach Deutschland aber vor Italien knapp die Nase vorn. Hier spiegelte sich ganz klar auch das Ergebnis der letzten Jugendeuropameisterschaften in Genua wieder. Auch hier waren Deutschland, Italien, Polen und Russland die stärksten Nationen. Dass Russland bei der German Open nicht unter den ersten Vier der Länderwertung mit dabei war, liegt definitiv an der geringen Kämpferzahl.

Aber Auf Russland können wir bei der kommenden Weltmeisterschaft in Wien wider gespannt sein, da sind Sie sicher wieder ganz vorne mit dabei.

Die Ergebnislisten findet Ihr hier: www.ju-jutsu-web.de.

  • Internationale Jiu-Jitsu Federation
  • Ju-jitsu European Union
  • Worldgames
  • Deutscher Olympischer Sportbund
  • Interessengemeinschaft Nicht-Olympischer Verbände
  • Deutsche Sportjugend
  • Nationale Anti-Doping-Agentur
  • Bundesministerium des Inneren
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend