Zwei für den DJJV wichtige Persönlichkeiten sind Anfang September verstorben - Zum Tode von Vlado Schmidt und Wolfram Ochs

 | 24.09.2017

Wolfram Ochs: Die Jahre 2002 bis 2005 waren im DJJV von großen Anstrengungen um die strategische Ausrichtung unseres Sports gezeichnet, sie wurde an wesentlichen Stellen durch eine neutrale Sichtweise und Kompetenz von außen geprägt: Wolfram Ochs. Mit wissenschaftlichem Herangehen, Leidenschaft, Empathie und Geduld hatte er es geschafft, grundlegende Analysen und zukunftsweisende Perspektiven in unsere Verbandsgremien zu tragen, um unseren Verband zukunftsfähig aufzustellen. Nach wie vor sind sein Wirken und seine Ideen in unserem DJJV-Leitbild manifestiert. In Gedenken an Wolfram und an seine Verdienste um unser Ju-Jutsu nehmen wir Abschied von einer wertvollen Persönlichkeit.**
Wolfram Ochs starb am 1. September 2017 im Alter von 77  Jahren.

 

VLADO SCHMIDT wurde am 28.10.1929 in Berlin geboren. Seine Kindheit war hart und geprägt durch die Wirren des 2. Weltkrieges. VLADO SCHMIDTs Vater war Deutscher, seine Mutter Kroatin. Der Vater von VLADO SCHMIDT wurde nach dem Krieg in einem Gefangenenlager in Zagreb erschossen, seine Mutter nach Kriegsende freigelassen.

1955 ging VLADO SCHMIDT zur französischen Fremdenlegion, wurde in Korea und Indochina ausgebildet und war danach in Afrika (Algerien) im Einsatz. Während seiner Ausbildung zum Fremdenlegionär machte VLADO SCHMIDT Bekanntschaft mit den verschiedensten Kampfsystemen (Tang Soo Do, Pentjac Silat, Tanto-Jutsu, etc.) und er hat diese Systeme nach seiner Rückkehr in Deutschland auch weiter trainiert.

1961 beendete VLADO SCHMIDT seine Dienstzeit in der französischen Fremdenlegion und kam als Meister in den verschiedensten Kampfsystemen zurück nach Deutschland. Ungeachtet dieser Tatsache stellte er sich in Deutschland den verschiedensten Prüfungskommissionen und legte im Laufe der Jahre die Prüfungen bis zu hohen Graduierungen in den verschiedensten Disziplinen ab.

VLADO SCHMIDT ist es durch seinen persönlichen Einsatz zu verdanken, dass JUJUTSU, JU/JIU-JITSU heute diesen hohen Stellenwert in Europa einnimmt.

Neben seinem Bestreben JUJUTSU, JU/JIU-JITSU in Europa zu verbreiten, trainierte VLADO SCHMIDT auch KOBUDO (Waffentechniken), modifizierte das traditionelle Techniksystem und passte die traditionellen Techniken den europäischen Verhältnissen und Bedürfnissen an.

Für dieses, sein Lebenswerk, wurde VLADO SCHMIDT vom japanischen Kaiserhaus mit dem Titel KAISHO (Begründer einer Stilrichtung) ausgezeichnet.

Seine Stilrichtung durfte von nun an als KOBUKAI KOBUDO bezeichnet werden.

Alle Budokas die mit VLADO SCHMIDT trainiert haben oder als seine Schüler seine Wegbegleiter waren und sind, wissen die Kompetenz und sein technisches Fachwissen zu schätzen.

Sein unermüdlicher Einsatz zur Verbreitung seiner geliebten Kampfkünste war bis ins hohen Alter ungebrochen.*
Vlado Schmidt war DAN Träger in mehreren Verbänden. Unter anderem trug er den 6. DAN des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes.
Vlado Schmidt starb am 08. September 2017.


 

Wir trauern um 2 große Persönlichkeiten des Sports.

In stillem Gedenken,

Deutscher Ju-Jutsu Verband e.V.

  • Internationale Jiu-Jitsu Federation
  • Ju-jitsu European Union
  • Worldgames
  • Deutscher Olympischer Sportbund
  • Interessengemeinschaft Nicht-Olympischer Verbände
  • Deutsche Sportjugend
  • Nationale Anti-Doping-Agentur
  • Bundesministerium des Inneren
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend