Prüferlizenzneuausbildung und Fortbildung Ju-Jutsu

Von: Anja Sell | 31.01.2017

Das letzte Januarwochenende stand ganz im Sinn der Prüferlizenz Ju-Jutsu. In Kiel fand sowohl die Neuausbildung von Prüfern statt als auch die Fortbildung. Nach Erfüllung der letzten Bedingungen stehen dem Landesverband fünf neue Prüfer zur Verfügung.
Im gemeinsamen theoretischen Teil ging Prüfungsreferent Jens Dykow, 6. Dan Ju-Jutsu, auf die Neuerungen und Entwicklungen im Prüfungswesen ein. Beispielweise das Herabsetzen des Mindestalters für den 5. Kyu und dessen Zwischenprüfungen. In der neusten Version der Prüfungsordnung wurde die Graduierung des blau-brauen Gürteln eingeführt, des Weiteren ist die Verkürzung der Vorbereitungszeit pro Lizenzstufe bereits ab dem 1. Kyu möglich. Im Rahmen der technischen Arbeitstagung, die im November letzten Jahres stattfand, wurde die Auslegung verschiedener Zulassungskriterien für eine Prüfung diskutiert und Empfehlungen getroffen. Die Toleranz bei nicht tagesgenauen Terminen war nur eins der Themen: so ist die Empfehlung einen Prüfling, der kurz vor seinem 14. Geburtstag steht, nicht an der Prüfung zum 2. Kyu teilnehmen zu lassen. Zu diesem Sachverhalt gab es bereits gerichtliche Auseinandersetzungen, auf dessen Ergebnis die Empfehlung basiert. Ein weiteres Thema waren Erste-Hilfe-Ersatznachweise: dabei gilt, dass immer ein aktueller (aus den letzten 3 Jahren) Nachweis erforderlich ist, dieser kann aber auch berufspezifisch sein. Eine Ausbildung allein, beispielsweise als Arzt oder Polizist, reicht nicht aus. Ein breites Diskussionsthema waren Lizenzen: die Anerkennung von Berufsausbildungen, die Anerkennung der Lizenzen anderer Verbände, Verkürzen / Aussummierung durch Lizenzen. Dies waren nur einige Themenbereiche, die besprochen wurden und die Empfehlungen der TAT von Jens bekannt gegeben wurden. Zu den Entwicklungen gehört, dass beim Jugend-Sportabzeichen statt der bisherigen Gold-Silber-Bronze-Aufgliederung eine neue Abstufung nach Farben eingeführt werden soll. Das soll ein neuer Anreiz sein, das Sportabzeichen wiederholend abzunehmen und die Motivation der Teilnehmer zu steigern. Über diesen Ansatz wird bei der kommenden Jugendversammlung des DJJV abgestimmt. Des Weiteren hat sich der DJJV damit beschäftigt, welche Kriterien für die Bewertung der Freien Darstellung bei Prüfungen zum 4. bzw. 5. Dan erfüllt werden sollten. Da die Meinungen stark auseinander gingen bei der Diskussion, stehen noch keine abschließenden Ergebnisse fest. Im Laufe des Jahres wird aber weiter an der Fragestellung gearbeitet.
Im anschließenden Praxisworkshop wurde der Hüftwurf thematisiert. Verschiedene Varianten wurden gezeigt, diskutiert und ausprobiert. 

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