Erfolgreiche Integration – Kyu-Prüfung bei der Further Ju-Jutsu-Abteilung

 | 21.03.2016

Hinter den Füßen der Prüflinge, Trainerin Silke Schweibold-Thoma, Sven Waitz, Fritz Schweibold und Peter Zehetmaier (von links).

Am vergangenen Wochenende fand im Dojo der Further Ju-Jutsu-Abteilung eine Kyu-Prüfung statt. 10 Jugendliche und Jungerwachsene stellten sich den Herausforderungen. Sie wurden monatelang von ihren Trainern Silke Schweibold-Thoma und Fritz Schweibold auf diesen besonderen Tag vorbereitet.

Erstmalig, vermutlich auch bayern- bzw. deutschlandweit, nahmen drei junge unbegleitete afghanische Flüchtlinge teil. Trotz Sprachbarrieren und einer Vielzahl weiterer Unwägbarkeiten gelang es den Trainern die Jungs zu motivieren, zu integrieren und in die Verantwortung zu nehmen. Zum größten Teil trugen die Jungs jedoch selbst dazu bei. Im August vergangenen Jahres wurden sie vom Jugendamt zusammen mit weiteren Jugendlichen aus Afghanistan im Further Kloster untergebracht. Bereits im September nahmen sie am Training teil und verpassten seitdem nahezu keinen Trainingstermin. Hoch motiviert und äußerst dankbar waren sie als ihnen Abteilungsleiter Peter Zehetmaier vor wenigen Wochen den Pass des Deutschen Ju-Jutsu Verbands überreichen konnte. Dieser Pass ist Voraussetzung für die Teilnahme an Kyu- bzw. Dan-Prüfungen. Darin werden auch die Teilnahme an Lehrgängen und Wettkämpfen vermerkt. Die Kosten für den Pass sowie  die Gebühren hierfür und die Prüfung übernahm die Erna-Jentsch-Stiftung der Gemeinde Furth (die LZ berichtete). Unter den Augen der Prüfer Sven Waitz, 3. Dan, vom TSV Neufahrn und Fritz Schweibold, 2. Dan, Mitglied im Jugendlehrteam des DJJV, zeigten alle drei solide Leistungen. Auch für die Prüfer war es eine besondere Herausforderung.

4 Jugendliche und Jungerwachsene stellten sich der Prüfung zum Grüngurt, 3 junge Damen hatten sich den Blaugurt zum Ziel gesetzt. Bewegungsformen, Falltechniken, Boden- und Abwehrtechniken standen u.a. ebenso auf dem Programm wie Hebel- und Wurftechniken und freie Anwendungsformen. Die Anwärter zum Blaugurt hatten zusätzlich noch das Prüfungsfach Waffenabwehr und Anwendung sonstiger Waffen auf der Agenda. Nach nahezu 3 Stunden war dann die Prüfung fast ohne Verletzungen zu Ende und alle Prüflinge waren erleichtert, dass sie es geschafft hatten. Die Prüfer hoben noch Leistungen einzelner Teilnehmer hervor und überreichten dann die „neuen“ Gürtel und die entsprechende Urkunde. Jeder Teilnehmer erhielt von Fritz Schweibold noch einen Schlüsselanhänger in Form und Farbe des neu erworbenen Gürtels und Abteilungsleiter Peter Zehetmaier bedankte sich bei Sven Waitz mit einem „Spezialgetränk“ aus der heimischen Destillerie. Die Prüflinge bedankten sich mit einem österlichen Blumengesteck bei „ihrer“ Trainerin Silke.

Zunächst fanden es alle schade, dass aus rechtlichen Gründen ein Gruppenfoto mit den afghanischen minderjährigen Jungs nicht möglich war. Deshalb beschloss man kurzer Hand anstelle der Gesichter die Füße mit den „neuen“ Gürteln in die Kamera zu halten, das sollte dann wohl kein Problem darstellen.

Erstmalig zum Einsatz kam bei dieser Prüfung auch der „Bronchitis-Angina-Hust-Rotz-Nieß-Survival-Kit“ für die Prüfer, bestehend u.a. aus verschiedenen heißen Teevarianten, Unmengen von Lutschpastillen und gefühlten 100 Packungen Papier-Taschentüchern.

 

 

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