Landestechniklehrgang im Bereich Ne-Waza /BJJ

 | 15.03.2016

Am Samstag, 05.03., lud der Kodokan e.V. in Norderstedt  zum Landestechniklehrgang im Bereich Ne-Waza / BJJ ein: dabei ging es um Halte-, Hebel- und Würgetechniken im Ju-Jutsu am Boden. Referent war Marco Göbel, 2. Kyu Ju-Jutsu, Blue Belt BJJ. Nach einer kurzen Einführung und Ablauf des  Lehrgangs ging es gleich los mit Aufwärmübungen zur Lockerung der Hüfte und Erwärmung des  Körpers. Im Ne-Waza /BJJ muss vor allem mit der Hüfte, am besten aber mit dem ganzen Körper, gearbeitet werden. Arme und Beine werden versucht kurz zu halten, um zu verhindern, dass der Gegner eine günstige Möglichkeit bekommt einen finalen Hebel oder Würger anzusetzen. Hauptthema des ersten Teils war die Arbeit aus der Guard Position. Anders als im Ju-Jutsu wird die Guard Position im Ne-Waza / BJJ als dominante Position betrachtet, da sowohl mit beiden Armen und Beinen gearbeitet werden kann, im Gegensatz zum Gegner. Marco zeigte verschiedene Basistechniken aus dieser Position: Triangle-Choke, Armber und Sweeps. Das Automatisieren von Grundlagen ist wichtiger Bestandteil, auch von Marcos eigenem Training. Dadurch kann in Wettkämpfen, auch in Anwendung auf alle anderen Techniken und gegebenenfalls Alltagssituationen, später die Reaktion auf die Situation unterbewusst abgerufen werden. Anschließend ging Marco zu BJJ-spezifischen Techniken über: so die Verwendung des Lapels für verschiedene Würgetechniken. Thema des zweiten Teils war das Arbeiten aus der oberen Position. Ein Bereich war das Passieren der Guard, in der Schnelligkeit und eigene Gravitationskräfte genutzt werden,  und anschließende finale Techniken. zwei Ziele sind aus dieser Position wichtig: das Passieren der Guard und die anschließende Kontrolle der Hüfte oder des Kopfes. In verschiedenen Drill wurden auch hier Grundtechniken geübt, um anschließend wieder spezifische Techniken zu lernen.  Neben diesen Techniken zeigte Marco auch zwei Techniken, mit denen er in Wettkämpfen sehr erfolgreich ist und erklärte weniger Ne-Waza-Erfahrenen auch einige Regeln genauer. Um z.B. einen verdrehten Kniehebel vorzubeugen sollte die Ferse des Gegners fixiert werden, ansonsten würde eine Disqualifikation die Folge sein, neben der höheren Verletzungsgefahr. Abschließend konnte das erworbene Wissen im lockeren Randori angewendet und gefestigt werden. In vier mal 5min Kämpfen gaben die Teilnehmer zu Schluss noch einmal Alles und sind dann ins wohlverdiente Wochenende gestartet.

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