Techniken mit Hand und Fuß

Von: Anja Sell | 29.11.2017

Am Samstag, den 18. November, hat KSG Arashi e.V. Itzehoe zum Landestechniklehrgang mit Referent Peter Schillinsky, 2. Dan Jiu-Jitsu, 5. Dan Ju-Jutsu, eingeladen. Thematisch wurden unterschiedliche Abwehrtechniken durch fegen, blocken und stören als Übungsform und in der Anwendung erarbeitet, wobei Peter im Kontext der Selbstverteidigung arbeitete. Hier sollte aber nicht das Thema Deeskalation eine Rolle spielen, sondern die Verteidigungshandlung bei einem Angriff. In Ausblick auf einen Lehrgang im nächsten Jahr in Itzehoe verriet Peter, dass dies ein mögliches Thema sein wird. Zu Beginn des Lehrgangs starten die Teilnehmer mit leichten Schlägen auf unterschiedlichen Höhen, die nur abgeblockt werden sollten. Dabei wurde deutlich, je schneller die Schläge aufeinander folgen, wie schwierig es ist, diese aktiv zu blocken. Sinnvoll sind daher Passivblöcke, die das Lebenswichtigste schützen – (in der angesagten Übung war es) der Kopf. Die Ellbogenspitze des einen Arms sollte hier nach vorn gerichtet sein – damit sie gleich als „Waffe“ eingesetzt werden kann, wenn offensiv in den Angriff gegangen wird. Wichtig ist, dass die Augen aufgelassen werden und beobachtet wird, was der Angreifer macht, wie er sich bewegt. Der Gegner muss immer im Auge behalten werden! Eine weitere Grundtechnik war der 3er-Kontakt, der genutzt werden kann, um in verschiedene Hebel überzugehen, aber auch Reaktionen des Angreifers zu provozieren, um von dort aus weiterzuarbeiten. Daher erweiterte Peter die Grundübungsform immer wieder und legte so die Grundsteine für später folgende Kombinationen. Beispielsweise den immer gleichen Bewegungsablauf: rechts, links, Rückhandschlag mit rechts und das mit verschiedenen Angriffen. Auch verschiedene Ellbogentechniken baute Peter in die Verteidigungshandlungen ein, erst in Grundübungen, dann in kurzen und knackigen Kombinationen. In einer anderen Übung war der Angriff ein Fauststoß zum Kopf. Bei einer Geraden, ob zum Kopf oder Körper, ist es im Ju-Jutsu vorteilhafter auf die Außenseite des Angreifers zu gelangen, um von dort aus weiterzuarbeiten. In der Selbstverteidigung ist es teilweise nicht möglich, beispielsweise wenn dort eine Mauer steht oder weitere Angreifer. Dann besteht noch die Möglichkeit zur Innenseite zu gehen, berücksichtigt werden sollte dann aber, dass der Angreifer auch mit der anderen Hand angreift. Ein Angreifer kommt nicht mit einem sauberen Tsuki und lässt die Faust womöglich noch stehen. Der schlägt immer weiter bis er sein Ziel erreicht hat. Daher sollte neben dem Abgewehrten Angriff auch die Andere Hand blockiert werden und ihn dann weiter beschäftigen, beispielsweise mit einem Kopfschlag. Um den Angreifer zu stören sollten alle „Etagen“ ausnutzen – nicht nur oben arbeiten und unten stehen bleiben. Dabei müssen die Störungen nicht „schön“ sein, aber effektiv.

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