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10.05.2018 14:29 Alter: 222 days
Kategorie: Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein
Von: Anja Sell

Kombinierte Abwehrtechniken mit Add-ons

Am Samstag, den 05. Mai, veranstaltete KSG Arashi e.V. einen Lehrgang zum Thema „Kombinierte Abwehrtechniken mit der Hand oder Arm, als Übungsform und in der Anwendung“…


Am Samstag, den 05. Mai, veranstaltete KSG Arashi e.V. einen Lehrgang zum Thema „Kombinierte Abwehrtechniken mit der Hand oder Arm, als Übungsform und in der Anwendung“. Referent war Peter Schillinsky, 2. Dan Jiu-Jitsu, 5. Dan Ju-Jutsu, der zum Ziel hatte, dass am Schluss jeder nach Hause geht und sagt „Ich habe etwas mitgenommen und hatte Spaß“, ob nun für zukünftige Prüfungen oder für die Straße. Auf das Prüfungsprogramm bezogen war die Hauptaufgabe kombinierte Abwehrtechniken, das heißt mit beiden Händen die angreifende Extremität (Arm oder Bein) abzuwehren. Peter hat dabei immer einen Bezug zur Selbstverteidigung hergestellt.

Begonnen hat Peter mit einfachen Abwehrtechniken angefangen aus dem Gelbgurtprogramm und steigerte dann die Abwehr zu kombinierten Abwehrtechniken. Bereits während des Aufwärmen hatte er Techniken untergebracht: beispielsweise sollte der Angriff „Führhand“ pariert werden in dem die erste Hand kurz runtergefegt und mit der anderen Hand die zweite Hand des Angreifers gestört wird, anschließend sollte mit Atemis weitergearbeitet werden. In einem kurzen Theoriebeitrag erklärte Peter, dass bei einer Geraden zum Kopf mit dem Ziel Kinn nicht nur Zähne, Kinn etc. kaputt gehen können, sondern auch die eigenen Fingerknochen, da das Kinn stabiler ist als die Fingerknochen. Daher ist es sinnvoller den Kopf umzuleiten und seitlich den Kiefer zu treffen. Darum sollte in der Selbstverteidigung darauf geachtet werden, nicht auf Kinn und Zähne zu zielen. Um selbst herauszufinden wie schmerzhaft es ist, wenn die Faust auf das Kinn trifft, sollten die Teilnehmer vorsichtig testen wie sich ein Fauststoß auf die Ellbogenspitze anfühlt, denn diese sind genauso hart wie das Kinn. Des Weiteren konnten die Teilnehmer während der Erwärmung üben, reflexartig ihren Kopf und Rumpf zu schützen durch Passivblöcke oder Vorbringen des Ellenbogens bei lockeren Angriffen. Technisch begann Peter mit dem Doppelblock gegen verschiedene Angriffe, wichtig dabei ist, dass eine Hand/Unterarm am Unterarm des Angreifers ist und die andere am Oberarm im Fall einer Ohrfeige oder Rückhandschlagt, da sonst der Schlag durchgehen könnte. Als Nächstes wurde der Passivblock am Kopf mit einem Schulterstopp kombiniert. Wie bei allen Verteidigung, bei denen Tori auf die Innenseite geht, muss daran gedacht werden, dass der Angreifer einen zweiten Arm hat, mit dem dieser angreifen könnte. In dem Fall kann der Angriff mit dem Ellbogen abgewehrt werden. Anschließend kann mit Atemis weitergearbeitet werden, wie beim Aufwärmen demonstriert wurden. Als aktive kombinierte Abwehrtechnik thematisiert Peter dann den Doppelblock gegen verschiedene Angriffe. Im Folgenden wurde der Ellenbogen in die kombinierte Abwehr eingebaut: Damit wurde auf den Bizeps bzw. Trizeps einen Schlag ausgeführt, während die andere Hand blockte. „Probiert das einmal aus, aber wirklich nur einmal, da es sehr weh tut“, sagte Peter den Teilnehmern. Eine andere kombinierte Abwehrtechnik ist die Verknüpfung von Handfegen mit einem Schlag der Fingerknöchel auf Bizeps oder Trizeps: eine mögliche Richtung ist nach Innen fegen und gleichzeitig nach Außen schlagen. Wichtig ist keine große Fegebewegung, es geht nur darum, dass der Kopf nicht getroffen wird. Geübt wurden alle vier möglichen Richtungen als Übungsform. Nachdem der Bewegungsfluss bei den meisten Teilnehmern klappte, zeigt Peter verschiedene Kombination, um weiterzuarbeiten. Für den letzten Teil Lehrgangs war es sinnvoll sich Faustschützer oder gar Boxhandschuhe überzuziehen. Jetzt hieß der Angriff Fauststoß: durch Handfegen mit der einen Hand wurde die Angreiferfaust auf den Ellenbogenschlag der anderen Hand geleitet. Daher sollten Teilnehmer ohne Schützer langsam und vorsichtig agieren, damit sich nicht noch zum Abschluss Verletzungen ereigneten. Auch hier gibt es wieder vier mögliche Richtungen, in die gearbeitet werden kann, je nachdem wie anschließend agiert wird.

Als Add-on demonstrierte Peter den Teilnehmer auch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten nach den jeweiligen Abwehrtechniken. So konnte jeder, unabhängig seiner Graduierung, etwas für sich mitnehmen.


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